Abtei Oberschoenenfeld
Nicht im Begreifen liegt die Frucht, sondern im Ergriffensein.
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Kloster-Nachrichten Pressespiegel

Augsburger Allgemeine, 17.12.2016
Kalender
Einblick ins Leben der Ordensschwestern

2017 bringt Bilder aus dem Kloster Oberschoenenfeld
und spirituelle Texte

Mitten im Schwarzachtal liegt die Zisterzienser-Abtei Oberschoenenfeld. Sie ist weit ueber die Grenzen des Landkreises Augsburg hinaus bekannt: dies nicht nur wegen des Holzofenbrotes, das in der Klosterbaeckerei angeboten wird, sondern auch wegen der Abteikirche Maria Himmelfahrt. Dort kann waehrend der Advents- und Weihnachtszeit die volkstuemliche Krippe bestaunt werden. Zudem gibt es auch fuer das Jahr 2017 wieder den Klosterkalender. Er bietet in Bild und Text eine besonders gute Uebersicht ueber das kontemplative Leben des Ordens - von Kreuzwegstationen in der Kirche bis zum Klostergarten. Trotz der weltlichen Aufgaben und der permanenten Veraenderungen, die gerade mit dem Erhalt der Klosteranlage verbunden sind, leben die Zisterzienserinnen weiterhin nach der Regel des heiligen Benedikt. In dieser ist unter anderem festgelegt, dass keine Arbeit und keine Aufgabe dem Gottesdienst vorzuziehen ist. Der Klosterkalender 2017 zeigt in vielen Bildern die Ausrichtung der Schwestern auf Gott, die Verrichtung der Arbeiten und das Leben in einer Mehrgenerationen-Gemeinschaft. Ein ausfuehrlicher Textteil gibt ergaenzende Informationen sowie spirituelle Ansaetze. (AL, lig)
Der Kalender, im Grossformat 58 x 27 cm, ist im Klosterladen der Abtei Oberschoenenfeld erhaeltlich.
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Augsburger Allgemeine, 12.12.2016
Weihnachtsstimmung im besonderen Ambiente
Kunsthandwerker und viele Mitmachaktionen locken Tausende zur Abteikirche und zum Volkskundemuseum. Von Gerald Lindner

Er gehoert im Augsburger Land zu den Hoehepunkten der Vorweihnachtszeit: Der Oberschoenenfelder Weihnachtsmarkt lockte an diesem Wochenende die Besucher zu Tausenden an. Zu diesen gehoerten Andrea Gehl und Julien Gallmann. Die waren mit den Maedchen Charlotte und Clara aus Augsburg gekommen und sahen sich den Markt zum ersten Mal an. Er gefaellt uns sehr gut, weil er nicht so kitschig ist, sagte Andrea Gehl. Der hohe Anteil an echtem Kunsthandwerk ist schoen und, dass auf ein Kinderkarussell verzichtet wird. Der Schneemann ist der Star Den Maedchen Clara und Charlotte aber hatte es vor allem die Sonderausstellung Der Schneemann - Geschichte(n) eines Winterhelden angetan: Gebannt sahen sie sich einen Zeichentrickfilm ueber die Abenteuer eines Schneemanns an. Anderes hatte Karin Kohnen im Sinn. Sie war gleichsam Wiederholungstaeterin: Mit meinem Mann bin ich am Samstagabend von Gessertshausen zum Weihnachtsmarkt hergewandert. Da war viel los. Am Sonntag waren sie wiedergekommen. Sie hatten sich einen speziellen schmiedeeisernen Kerzenstaender zugelegt. Ich bin erstaunt, dass schon knapp eine Stunde nach Eroeffnung des Marktes heute der Parkplatz zu Dreivierteln belegt ist, sagt Karin Kohnen. Und dies, obwohl das Wetter gestern, anders als am Samstag, truebe war und schon den einen oder anderen Regentropfen abschickte. Dass es kein Chaos auf dem grossen Parkplatz gab, dafuer sorgten die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Deubach. Per Funk hielten die Helfer Kontakt, sodass jeweils frei werdende Parkplaetze schnell wieder zugewiesen und belegt werden konnten. Aus der Region Und wie die Besucher kamen die Kunsthandwerker aus der Region und darueber hinaus. Beliebt bei Gross und Klein war unter anderem der Stand von Waltraud Boehm aus Unterelchingen bei Ulm. Sie bot eine Vielzahl von Teddybaeren nach eigenen Entwuerfen an. Seit mittlerweile 17 Jahren schafft sie diese Baeren und war auch schon frueher in Oberschoenenfeld zu Gast. Das sind alles Unikate, betonte sie. So mancher der putzigen Zeitgenossen fand ein neues Zuhause. Nebenan zog an einem Stand ein aus Holz gefertigter, breitkrempiger Hut fuer Aufsehen, der fuer einen Zimmerer anlaesslich eines Richtspruchs gefertigt wurde. Beim Stand des Walderlebniszentrums bot Foerster Pentti Buchwald kostenlos eine Vielzahl an Paperblaettern an. Auf diesen standen Maerchen, aber auch schoene und auch lehrreiche Geschichten rund um die Natur. Freundeskreis fuehrt durch die Abteikirche Nicht fehlen durfte der Freundeskreis Kloster Oberschoenenfeld. Bei ihm gab es ganz traditionell in heissem Oel frittierte Kuechle. Und zahlreiche Besucher konnten sich am Samstag- und Sonntagmittag von Wolfgang Wallenta durch die Abteikirche fuehren lassen. Das dort Erfahrene wurde dann noch von Orgelklaengen vertieft. Und wem der Sinn mehr nach Bratwuersten, Erbseneintopf oder Gluehwein stand, der kam ebenfalls auf seine Kosten. Im Naturpark-Haus bastelten derweil Kinder aus Naturmaterialien Christbaumanhaenger. Das Interesse war so gross, dass Samstag und Sonntag jeweils drei Runden angeboten wurden. Maerchen im Staudenhaus Wer noch ein paar Meter zu Fuss ging, dem stand das Staudenhaus wieder offen. Hier wurden ebenfalls Familien angesprochen. So las die Autorin Tina Tiller die Geschichte Anna und die Engelchen. In der Stube des Staudenhauses machte das Blaeserquartett der Schmuttertaler Station und weckte bei manchem Besucher nostalgische Gefuehle einer guten alten Zeit. xx

Augsburger Allgemeine, 06.12.2016
Ergreifende Stimmungsvielfalt
Konzert - Cantio Augusta und Organist Karl Maureen bewegen beim Konzert in Oberschoenenfeld.

Besinnliche Stunden in der hektischen Vorweihnachtszeit: Der Chor Cantio Augusta fuehrte bei einem Meditativen Adventskonzert in der Abteikirche Oberschoenenfeld die Missa brevis in F-Dur von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) auf. Rheinberger gelingt es in dieser Messe schon mit wenigen Takten eine ungeheure Spannung und ergreifende Stimmungsvielfalt aufzubauen. Dies wurde vom sehr homogen gefuehrten Vokalensemble eindrucksvoll interpretiert. Eingebettet war diese Messe in das grandiose Orgelspiel des namhaften Organisten und Kirchenmusikers Professor Karl Maureen aus Muenchen, der lange Jahre an der Hochschule fuer Musik in Augsburg als Leiter der Abteilung Kirchenmusik und als Professor fuer Orgelliteraturspiel eine ganze Generation von Kirchenmusikern ausgebildet hatte. Es war besonders interessant und anregend, welch vielfaeltige Stimmungen der Organist bei der Darbietung von Werken verschiedenster Stilrichtungen dem Instrument entlocken konnte. So war dieses Meditative Konzert, in Bezug zum Advent gesetzt durch vertiefende und zum Nachdenken anregende Gedanken von Pater Thomas Schuster, dem Leiter des Exerzitienhauses von Leitershofen, wieder ein Erlebnis fuer die zahlreichen Zuhoeer. Naechstes Jahr feiert das Vokalensemble Cantio Augusta uebrigens seinen 15. Geburtstag. Es wurde gegruendet aus einem Doppelquartett seinerzeit zur Einweihung des restaurierten Deckengemaeldes in der Friedhofskirche St. Michael in Augsburg. Cantio Augusta mit seinem Leiter, dem Augsburger Internisten Dr. Ferdinand Reithmeyr, ist ein kleines, wendiges Ensemble erfahrener Saenger, das sich auf vorwiegend sakrale Musik von der Renaissance bis zur Romantik spezialisiert hat. Bevorzugt engagiert sich das Ensemble fuer Benefizanlaesse. Haeufig werden auch festliche Gottesdienste oder Kirchenkonzerte gestaltet in den umliegenden Kloster- und Wallfahrtskirchen. Ueber einen Foerderkreis bestehen enge Verbindungen zur Traukirche von Johann Sebastian Bach in Dornheim/Thueringen; dorthin und nach Arnstadt, wo Bach vier Jahre lang seine erste Organistenstelle innehatte, wurden schon mehrmals Konzertreisen unternommen. Ein Schwerpunkt sind Auffuehrungen verschiedenster Werke im Kloster Oberschoenenfeld; regelmaessig werden zusammen mit namhaften Musikern und Sprechern die Meditativen Adventskonzerte und Passionskonzerte dargeboten. Hinsichtlich der musikalischen Betreuung besteht eine enge Verbindung zu Heinz Dannenbauer, dem Kantor der Evangelischen Heilig-Kreuz- und St.-Jakobskirche, der als Chorleiter und frei konzertierender Musiker (Orgel, Cembalo) ueberregional aktiv und bekannt ist. Der Chor versteht sich als ueberkonfessionell und vertritt alle Altersklassen und Berufe. Information: Versierte und interessierte Saengerinnen und Saenger koennen sich gerne melden bei Dr. Ferdinand Reithmeyr, Telefonnummer 0821/431978, oder bei Angela Frenkel, 0821/409522. (AL,lig) xx

Augsburger Allgemeine, 03.12.2016
Portraet - Alles nur aus Liebe zur Musik
Ferdinand Reithmeyr hat den Projektchor Cantio Augusta gegruendet

Von Sybille Schiller Wenn der Arzt Dr. Ferdinand Reithmeyr mit dem Vokalensemble Cantio Augusta am Sonntagnachmittag in der Klosterkirche Oberschoenenfeld mit Chorsaetzen von Bach und Rheinberger auf den Advent einstimmt, ist das fuer ihn ein besonderes Erlebnis. Mit jedem Chorauftritt erfuellt sich fuer Reithmeyr sein urspruenglicher Berufswunsch; das Medizinstudium war fuer ihn nach dem Abitur am Gymnasium St. Stephan nur eine nachgeordnete Entscheidung. Zuerst hatte der 1946 in Augsburg geborene Reithmeyr eine Ausbildung zum Singschullehrer und Chorleiter gemacht, um anschliessend Schulmusik in Freiburg zu studieren. Das scheiterte, da der junge Mann zwar Klavier und Orgel, jedoch kein Streichinstrument spielen konnte. Haette man nachlernen koennen, sagt der Internist heute, aber...? Der naechste Anlauf war ein Studium in Latein, Germanistik und Alter Geschichte. Schliesslich entschied er sich fuer die Medizin, doch die Liebe zur Musik, die ihm von seinem Vater in die Wiege gelegt worden war, blieb die bevorzugte Freizeitbeschaeftigung. Das Singen stand bei Reithmeyr seit Kindertagen auf der Familienagenda, und das blieb so. Seine Ehefrau Liselotte teilt seine Musikbegeisterung. Als Familie - zwei Toechter - begannen sie mit der Hausmusik und fanden sich mit Saengerfreunden zusammen. Irgendwann stand das Projekt Chor im Raum. Die Gruendung des Vokalensembles Cantio Augusta geschah waehrend des Uebens fuer einen Auftritt 2002 zur Einweihung des restaurierten Deckengemaeldes von St. Michael. Ein Erlebnis, sagt Reithmeyr. Seit damals hat Cantio Augusta viele Benefizkonzerte gegeben, zum Beispiel zur Renovierung der Orgel in Gabelbach, fuer den Bunten Kreis, zugunsten des Missionshilfswerks Mossoro vom Kloster St. Stephan und Maria Stern. Fuer solche Projekte treffen sich die Saenger nur ein paar Wochen zuvor, also nicht regelmaessig jede Woche. Schwerpunkte in der Musikauswahl sind Werke der Renaissance, von J.S. Bach und Mozartmessen. Ausser in Oberschoenenfeld haben das Vokalensemble Cantio Augusta und sein Leiter eine musikalische Heimat in Evangelisch Heilig Kreuz beim dortigen Kirchenmusiker Heinz Dannenbauer gefunden. Mein Mentor sagt Reithmeyr, denn Dannenbauer dirigiert das Vokalensemble bei grossen Konzerten. Cantio Augusta am 4. Dezember um 15.30 Uhr im Kloster Oberschoenenfeld. Die Orgel spielt Prof. Karl Maureen. xx

Augsburger Allgemeine, 28.11.2016
Konzert - Wenn der Dreigesang Inniges anstimmt
Volksmusikkreis Laudate Dominum fuehrt in die Vorweihnachtszeit ein

Es ist inzwischen gute Tradition, dass der Augsburger Singkreis Laudate Dominum den Advent in der Klosterkirche Oberschoenenfeld mit einem stimmigen Adventskonzert eroeffnet. Peter Nerb hatte wieder ein reiches Programm zusammengestellt, in dem der gemischte Chor und der eigene Frauen-Dreigesang mit innigen Liedern seine Musikalitaet beweisen konnte. Die Instrumentalgruppe erweiterten diesmal Orgel und Cello, sodass auch klassische Kompositionen in volkstuemlicher Bearbeitung erklingen konnten. Der Lechschwaebische Dreigesang bereicherte das Programm mit alpenlaendischen Adventsliedern. Nachdenkliches steuerte ausserdem Diakon Xaver Kaeser aus Dillingen bei, der in schwaebischen Versen aktuelle Themen aufgriff und den Sinn der Adventszeit geistlich deutete. Aebtissin Gertrud Pesch bedankte sich bei den Akteuren fuer den gelungenen Einstieg in die Advents- und Weihnachtszeit und fuer die Spenden, die den Anliegen des Klosters zugutekommen.(AL, lig) xx

Augsburger Allgemeine, 27.11.2016
Konzert - Vom Stern ueber Bethlehem
Volksmusikkreis stimmt in Oberschoenenfeld auf Advent ein

Festliche Adventsstimmung erzeugte der Volksmusikkreis Laudate Dominum, Augsburg unter der Leitung von Peter Nerb bei seinem Konzert in der Klosterkirche von Oberschoenenfeld. Unter dem Titel >Stern von Bethlehem, zeig uns den Weg< begann der Auftritt schwungvoll mit der >Orgelmusik aus Welschnofen<, arrangiert fuer Orgel und Saiteninstrumente. Auf das mit rundem Chorklang und feinem Vortrag dargebotene >Rorate< und auf das vom Lechschwaebischen Dreigesang mit Xaver Kaeser, Josef Rupp und Paul Weishaupt harmonisch vorgetragene >O tauet, ihr Himmel< bezog sich Texter und Sprecher Xaver Kaeser in ansprechender, besinnlicher Weise. Mit homogenen Stimmen und musikalischem Vortrag folgte der Dreigesang Laudate Dominum mit Isolde Nerb, Christiane Nerb-Straub und Judith Wagner mit dem Lied >A Liachterschein liegt ueberm Land<. Das Cello-Solo aus der >Brucker Weihnachtsmettn< trug Sophia Straub intonationsrein und musikalisch vor. Josef Rupp textete mit grosser Einfuehlung die >Verkuendigung< zum Lied >Es wird ein Stern aufgehen<. Es wurde gestaltet von beiden Dreigesaengen, dem Chor und den Instrumenten im Wechsel. Nach weiteren instrumentalen Spielstuecken, arrangiert von Peter Nerb, folgte von Rudolf Wittmer der von Cello und Orgel begleitete und einfuehlsam gestaltete Frauendreigesang >Engel sangen in der Nacht<. Das Konzert klang still mit dem Andachtsruf aus der >Waldlermesse< aus. Die Zuhoerer wurden hier und beim Schlusslied >Tochter Zion< zum Mitsingen angeregt. Der lang anhaltende Beifall erfreute die Mitwirkenden sehr. Als Zugabe musizierten alle >Weils nacha Zeit is<. Aebtissin Gertrud Pesch bedankte sich herzlich und freute sich ueber die Spende fuer das Kloster. (AL) xx

Ellinger Zeitung, 15.10.2016
Nonnen aus dem Kloster Oberschoenenfeld waren in Ellingen zu Gast - Zisterzienserinnen zu Besuch
Die fast 400-jaehrigen Verbindungen zwischen den beiden Orten wurden von Elisabeth Herold begruendet.

Ellingen - Auf Einladung der katholischen Pfarrei und der Stadt Ellingen waren am Samstag sieben Zisterzienserinnen aus dem Kloster Oberschoenenfeld bei Augsburg in Ellingen zu Gast. Die Beziehung zwischen diesen beiden Orten ist fast 400 Jahre alt. Urspruenglich begruendet wurde die beidseitige Beziehung zwischen Ellingen und dem Kloster Oberschoenenfeld durch Elisabeth Herold, einer Tochter des Balleirates Johann Jakob Herold. Elisabeth Herold war eine Tochter der Stadt Ellingen und lebte in der ersten Haelfte des 17. Jahrhunderts. Als Aebtissin des Klosters Oberschoenenfeld fuehrte sie den Konvent sicher in schweren Zeiten, schuetzte ihn vor dem Ansturm der Schweden im Dreissigjaehrigen Krieg und baute die Abtei nach der Zerstoerung wieder auf. Auch in Ellingen wird Elisabeth Herold verehrt, weshalb man eine Strasse nach ihr benannte. Es ist ein Verdienst von Walter Fuchs mit Gattin und seit einiger Zeit auch dem Ehepaar Sailer, dass die Verbindung zum Kloster Oberschoenenfeld seit vielen Jahren aufrechterhalten wird. Am Vormittag trafen die sieben Ordensschwester im Pfarrheim ein, wo sie von Walter Fuchs, Domvikar Dr. Thomas Stuebinger und von Ellingens Buergermeister Walter Hasl bei einem Stehempfang begruesst wurden. Die Aebtissin Mutter Gertrud bedankte sich fuer die Einladung. Es folgte eine Kirchenfuehrung in St. Georg, die von Stadtpfarrer Dr. Stuebinger und dem Kenner der Ortsgeschichte, Manfred Sprecht durchgefuehrt wurde. Fuerstin Katalin von Wrede begruesste die Delegation anschiessend im Braeustueberl, wo diese zum Mittagesessen blieb. Nach einer kurzen Fuehrung in der Schlosskirche, begaben sich die Teilnehmer in das Kulturzentrum Ostpreussen, wo man gemeinsam die Ausstellung 800 Jahre Deutscher Orden in Ellingen auf sich wirken liess. Nach einer Andacht in der Maria-Hilf-Kapelle verabschiedeten sich die sieben Klosterschwestern wieder. Allerdings nicht ohne, dass man sich gegenseitig versicherte, die Beziehungen zwischen Oberschoenenfeld und Ellingen weiter aufrechtzuerhalten. xx

Augsburger Allgemeine, 23.09.2016
Kloster Oberschoenenfeld: Zuerst das Gebet, dann die Arbeit
Seit mehr als 800 Jahren besteht der Konvent in Oberschoeenfeld. Die letzten Jahrzehnte brachten viele Aenderungen.

Von Gerald Lindner Seit mehr als 800 Jahren leben schon Klosterschwestern in Oberschoenenfeld. Die heutigen Gebaeude stammen aus dem 18. Jahrhundert. Nur noch 18 Schwestern richten sich hier nach den Regeln des Heiligen Benedikt. Ora, lege et labora - bete, lese und arbeite - diese drei Eckpunkte bestimmen das Leben der Schwestern im Kloster Oberschoenenfeld. Im Tagesprogramm steht Gott an erster Stelle. Diese nur fuer ihn reservierten Stunden bilden die Hauptbeschaeftigung in der Gemeinschaft. Anders als in der Welt richten sich hier die Arbeitszeiten nach den Gebetszeiten. Die Schwestern nehmen sich Zeit, um ganz fuer Gott da zu sein, singend, betend und schweigend - auch stellvertretend fuer die ganze Menschheit. Gebet und Arbeit stehen nicht in einem Nebeneinander, sondern sie befruchten einander, sagt Aebtissin M. Gertrud Pesch. Momentan zaehlen 18 Schwestern zur Gemeinschaft. Um die Gebetszeiten und die Aufgaben zum Unterhalt des Konventes und der Abtei bewaeltigen zu koennen, wurden in den letzten Jahren weltliche Kraefte eingestellt. Somit wird die Abtei zum Arbeitgeber, wie ein kleines Wirtschaftsunternehmen. Unsere Mitarbeiter haben inzwischen auch Taetigkeiten innerhalb der Klausur uebernommen, die ansonsten nur von Schwestern ausgeuebt wurden. Zum Beispiel haben wir ueber 350 Fenster, die jaehrlich geputzt werden muessen. Die Arbeit sei auf Gott hin ausgerichtet. Daher beurteilen wir sie nicht nach weltlichen Massstaeben. Somit habe eine einfache Arbeit, aus Liebe zu Christus und den Schwestern getan, mehr Wert als ein grosses Werk zum eigenen Ruhm. Diese Arbeit, so gut wie moeglich, in Schweigen und im Frieden verrichtete Arbeit, getragen vom Geiste der Solidaritaet, koenne so zu einem schlichten Gebet vor Gott werden. Neben dem Gebet laedt die geistliche Lesung, lectio divina, zu einer intensiven Begegnung mit Gott in seinem Wort in der Heiligen Schrift ein, um damit zu einer tieferen Selbsterkenntnis zu gelangen. Ein weiteres Merkmal im Leben der Schwestern sei die Gemeinschaft: Das heisst, Schwester zu werden in einer Gemeinschaft mit anderen Schwestern, in einer Lebensgemeinschaft, in der man sich durch das Geluebde der Bestaendigkeit fuer immer arrangiert. Monatlich trifft man sich zum Konventgespraech, um Dinge zu besprechen, die das Gemeinschaftsleben mit seinen Aufgaben, seinen Herausforderungen und Zielen betreffen. Ausserdem stehen mir als Aebtissin zur Beratung fuer groessere Entscheidungen und Veraenderungen zwei Raete zur Verfuegung: ein Rat fuer die geistlichen und gemeinschaftlichen Themen und ein anderer fuer die wirtschaftlichen und personellen Belange. 1951 wurden fuenf Schwestern nach Brasilien ausgesandt und legten dort einige Jahre spaeter den Grundstein fuer eine Neugruendung. Aus dieser Gruendung sind inzwischen noch zwei weitere Abteien gewachsen. Alle drei sind nun selbststaendig und werden jeweils von einer brasilianischen Aebtissin geleitet. Haben die Schwestern frueher selbst in die Mission gehen koennen, so ist dies zur Zeit nicht moeglich. Die juengste Schwester in Oberschoenenfeld ist vor 14 Jahren eingetreten. Wir beten jeden Tag vertrauensvoll darum und sind im Glauben vereint, dass Gott uns zur rechten Zeit jemand schickt, gibt sich die Aebtissin zuversichtlich. Es gab in der Geschichte Zeiten, in denen hier nur fuenf Schwestern lebten. Diese gaben nicht auf, und ihnen wurde eine neue Bluete geschenkt. Daher sei der Glaube gefordert. Die Zisterzienserinnen in Oberschoenenfeld leben nach der Regel des Hl. Benedikt, die schon mehr als 1500 Jahre alt und immer noch hochaktuell ist. In den ueber 30 Jahren, in denen ich nun hier lebe, hat sich an der Regel nichts veraendert, aber der Rahmen, das kloesterliche Leben, in der sie gelebt wird, hat sich mehr geoeffnet hinsichtlich der Anforderungen unserer Zeit. Nur 18 Schwestern in einer riesigen, fast 300 Jahre alten Klosteranlage - das ist eine Herausforderung. Alte Kulturgueter sind einerseits ein wertvolles Gut und Erbe, die uns uebertragen und anvertraut sind, sind aber auch andererseits eine grosse finanzielle Belastung in der heutigen Zeit, so Aebtissin Gertrud. Die gesamte Klosteranlage, wie sie im 18. Jahrhundert entstanden war, ueberstand die Saekularisation und die beiden Weltkriege. Weil die Substanz allerdings akut gefaehrdet war, stand nach 1960 eine umfangreiche Instandsetzung an. Mangelnde Arbeitskraefte, steigende Loehne und niedrige Agrarpreise zwangen die Abtei 1971, die Landwirtschaft aufzugeben und zu verpachten. Denkmalbehoerden und Heimatpflege sprachen sich fuer die Erhaltung der Klosteranlage als kulturgeschichtliches Dokument aus. 1972 begann die Renovierung des gesamten Klosterkomplexes, die bis 1995 dauerte und unter Aebtissin M. Ancilla Betting (reg. 1985-2008) zu Ende gefuehrt wurde. Alle Oekonomiegebaeude pachtete der Bezirk Schwaben und errichtete dort das Schwaebische Volkskundemuseum. Neben der Verpachtung der Laendereien und der Wirtschaftsgebaeude ist die Brotbaeckerei, die nach klostereigenem Rezept ein Holzofenbrot herstellt, eine wichtige Einnahmequelle. Die Einkuenfte werden ergaenzt durch zwei Klosterlaeden, durch neun vermietete Appartements im ehemaligen Pfortenhaus und durch die vermietete Gaststaette Klosterstueble. Ebenso pflegt die Abtei die Gastfreundschaft sehr und ist offen fuer Ruhe und Erholung suchende Menschen. Sie bietet Raum und Stille fuer geistliche Seminare und Exerzitien. Seit 1976 foerdert der Freundeskreis Oberschoenenfeld die wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Abtei. Dieser leistete in all den Jahren schon wichtige Hilfen. Ein gutes Miteinander pflegt der Konvent mit dem Schwaebischen Volkskundemuseum, das seit 1984 in den ehemaligen Wirtschaftsgebaeuden untergebracht ist. xx

Augsburger Allgemeine, 29.08.2016
Liebhaber mit großem Programm
Das Deutsch-Böhmische Orchester erfüllte bei seinem zweiten Gastspiel in Oberschönenfeld die Erwartungen

Von Stephanie Knauer Wiedersehen macht Freude – das galt auch für das erneute Gastspiel des Deutsch-Böhmischen Kammerorchesters in der Abteikirche Oberschönenfeld.
Das Liebhaberorchester war vor zwei Jahren schon hier gewesen und hatte mit großem Erfolg konzertiert. Diesmal hatten die deutsch-böhmischen Musiker ein großes, anspruchsvolles Programm mitgebracht mit Werken böhmischer und deutscher Komponisten, darunter das dritte Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach zum Einstieg und Mozarts 14. Sinfonie zum Ausklang - aber auch Entdeckungen. Die Symphonie Nr. 4 des tschechischen Komponisten Wenzel bzw. Vaclav Pichl (1741 - 1805) zum Beispiel war musikalisch zeittypisch „gebaut“, hatte attraktive Folklore-Strecken.
Wiederentdecktes Stück wird nach langer Zeit aufgeführt
Diese Aufführung war vermutlich die erste seit mehreren hundert Jahren - die Handschrift der Noten von Pichl wurde im Klosterarchiv von Oberschönenfeld entdeckt. Im „Concerto“ für Horn und Orchester seines Landsmannes Jakob Jan Ryba (1765 1815) - ein elegant-melodiöser Zweisitzer mit Mozart-Anklang, der zum anschließenden Mozart-Fragment eines Hornkonzertes KV 494a überleitete - brillierte der Solist Stephan Katte am Naturhorn mit samtenem Ton, ausdrucksvoller Interpretation und Können.
Aus Italien brachten die Musiker Vivaldis Konzert für zwei Violinen, Streicher und Continue in a-Moll mit, ein packend dramatischer Dreiteiler mit einem melancholischen Mittelsatz, der an Venedig im November denken ließ. Auch hier begeisterten die Solistinnen Marie Védová und Veronika Hoffmann-Schneider an der Violine.
Im Orchester spielten ebenfalls gute Instrumentalisten mit wie die Kontrabassistin Markéta Zavadilová, obwohl der Laienstatus deutlich zu hören war. Dennoch gelang es dem Dirigenten Jiri Havlik, der zudem Hornist ist, das Deutsch Böhmische Kammerorchester zu einer begeistert musizierenden Einheit zu formen, in der die weniger Versierten von den Erfahrenen gestützt wurden. Die zahlreichen Zuhörer applaudierten begeistert. xx

Augsburger Allgemeine, 15.07.2016
Meditative Gesänge in der Abteikirche

In der barocken Klosterkirche von Oberschönenfeld erklangen meditative Tainzé-Gesänge. Es war der erste Auftritt des neu gegründeten >bunten chor stadtbergen e. V.> Achtzehn Sängerinnen und Sänger und der Leitung von Ursula Herpichböhm füllten den Kirchenraum mit ihren Stimmen, begleitet von Gitarre und Sologesang (Rainer Herpichböhm), Sopranflöte und Klarinette (Brbara Häckl) und Violine (U. Herpichböhm). Viele Zuhörer stimmten bei den bekannten Melodien mit ein. Monchord-Klänge schufen eine meditatie Stille, die in den zweiten Teil des Konzerts hineinführte. Mit reichem Applaus dankten die Anwesenden für das musikalisch-besinnliche Geschenk. xx

WAZ, 04.07.2016
Kunst
Mit Malerei auf der Suche nach Gott

Schwester Emmanuela Köhler zeigt im Kloster Stiepel einige ihrer Werke unter dem Titel Gold und Erde.Stiepel. Schwester Emmanuela Köhler eröffnet Ausstellung ihrer aktuellen Malereien im Stiepeler Kloster. Vier Wochen sind die Arbeiten zu sehen. Titel: Erde und Gold. xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 29.06.2016
Freundeskreis ehrt Gründungsmitglieder

Die Gründung des Freundeskreises Kloster Oberschönenfeld fällt mit der Entscheidung zur Renovierung des gesamten Klosterkomplexes zusammen. 1973 war das Schwerpunktprogramm zur Restaurierung der barocken Klosteranlage festgelegt worden. Vor 40 Jahren wurde dann der Freundeskreis gegründet und am 22. November 1976 ins Vereinsregister eingetragen. Einige der Gründungsmitglieder wurden am Klosterfest geehrt.
Erfolgreiche Vereinsprojekte waren bisher die Renovierung der historischen Orgel, die Beschaffung einer neuen Chororgel, Hilfe bei der Restaurierung der Äbtissinnengalerie, geschmiedete Grabkreuze auf dem Klosterfriedhof sowie die Neugestaltung der Hauskapelle. xx

Augsburger Allgemeine, 20.06.2016
Oberschönenfeld Klosterfest: Mit Holundersekt ins Jubiläum
Trotz Aprilwetter lockte die historische Abtei Oberschönenfeld die Besucher an. Der Freundeskreis feierte auch. Er hat ein Jubiläum zu begehen.

Mit rund 1000 Besuchern hatte man gerechnet, doch die dunklen Wolken am Himmel machten dem einen Strich durch die Rechnung. Geboten wurde dennoch einiges: Die Musiker der Harmoniemusik Maingründel verwöhnten das Publikum mit zünftiger Blasmusik und der Freundeskreis Oberschönenfeld verköstigte die Gäste mit Kaffee und einer riesigen Kuchenauswahl. Die fleißigen Vereinsmitglieder hatten fast 100 Stück gebacken. >Eine stolze Leistung<, findet Vorsitzender Ferdinand Reithmeyr

Seit 40 Jahren gibt es den Verein. Am 17. Juni 1978 haben sie das erste Klosterfest auf die Beine gestellt, seit dem wird die Veranstaltung alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Museumsfest ausgerichtet. >Damals wie heute ist es unser Ziel, die historischen Gebäude der Abtei zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen<, sagt Reithmeyr. Dabei stand Anfang der 70er Jahre alles auf der Kippe. >Einige Gebäude sollten abgerissen werden, wie der alte Schafstall<, erzählt er. Heute beherbergt das Gebäude ein Teil des Museums. Bis heute hat sich viel getan. Zu den großen Projekten Innen und Außen gehören die Renovierung der historischen Orgel und die Neugestaltung der Hauskapelle. Aktuell kümmern sich rund 600 Vereinsmitglieder um das kunstgeschichtliche Erbe der Abtei, deren Schwestern auch heute noch die Oberaufsicht der Anlage haben. Reithmeyr spricht von Einzigartigkeit. Wohl nirgends in Deutschland gebe es ein solch geschlossenes und lebendiges Klosterareal, glaubt er. >Diese Anlage ist es wert, dass wir sie auch weiterhin unterstützen.< Der Verein selber spende rund 50000 Euro jedes Jahr der Abtei, sagt Reithmeyr. Das Geld werde vor allem an den vier großen Festen im Jahr eingenommen. An den Rahmenprogrammen beteiligen sich aber nicht nur die Helfer vom Freundeskreis. Auch das Team vom Naturparkhaus macht mit. In diesem Jahr dreht sich dort alles um die Wildkräuter. Stellvertretend für alle Pflanzen haben die Mitglieder für das Klosterfest einen besonderen Vertreter in den Mittelpunkt gerückt. Den Holunder. Die meisten kennen ihn als Hausmittel bei Schnupfen und Erkältungen. Doch mit dem Holunder lasse sich noch einiges mehr machen, erklärt Kräuterpädagogin Waltraud Stölzle. >Von Tinkturen, über Saft, Gelee oder Sirup für Sekt. Der Holunder sei total vielseitig.< Jedes Jahr wachse das Interesse der Besucher, sagt auch Helga Wiebe vom Naturparkhaus. >Die Menschen sind skeptisch, wenn es um Schulmedizin geht. Sie suchen gezielt nach Alternativen.< Die kleinen Besucher durften im Obergeschoss einem Kräuter-Märchen lauschen und ihren Durst mit leckerem Holunder-Wasser löschen. Die neun Jahre alte Leonie kennt die gesunde Erfrischung schon aus dem Schulunterricht. >Auch da haben wir die Holunderblüten ins Wasser gelegt<, erzählt sie. Auch in diesem Jahr begann das Klosterfest mit einem Gottesdienst und endete mit einer ökumenischen Dankandacht. Ferdinand Reithmeyr ist froh, dass sich nicht alle Besucher vom Schlechtwetter haben einschüchtern lassen. Ein Pluspunkt sei da vor allem der neue Parkplatz neben der Klosteranlage. Die Besucher sind erleichtert. >Endlich keine nassen Füße mehr<, sagten viele. Auch Reithmeyr ist davon überzeugt, dass hier richtig entschieden wurde. Für die Abtei seien gut ausgebaute Parkplätze obligatorisch. (Aula) xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 15.06.2016
Programm - Konvent öffnet wieder seine Pforten
Was beim Klosterfest am Sonntag in Oberschönenfeld geboten ist

Ein Blick hinter die Mauern eines Konvents: In Oberschönenfeld findet am Sonntag, 19. Juni, wieder das Klosterfest statt. Nicht nur der Freundeskreis des Klosters und die Schwestern, auch die auf dem Gelände des ehemaligen Klosterguts gelegen und daneben gelegenen Museen bieten Programm an. Beginn ist um 10 Uhr mit einem Gottesdienst mit Erzabt Wolfgang Öxler (St. Ottilien) und der Harmoniemusik Maingründel.

Anschließend beginnt das Programm, zu dem die Harmoniemusik im Freigelände ebenfalls spielen wird. Der Freundeskreis übernimmt wieder die Bewirtung. Durch eine offene Pforte können die Besucher das Innere des Klosters betreten und die Geheimnisse eines Labyrinths erfahren oder im modernen Meditationsraum zur Besinnung kommen. Die Schwestern geben mit Power-Point-Präsentationen Einblicke ins Klosterleben. Im Hof werden Schmankerl, Klosterbrot und selbst gebackene Kuchen angeboten sowie Führungen durch die Außenanlagen. Auch auf die Kinder warten Ãœberraschungen. Eine Tombola lockt mit wertvollen Preisen, wie zum Beispiel eine Berlinfahrt. Zum Ausklang gestalten die Schwestern eine musikalische Andacht um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Von 11 bis 17 Uhr dreht sich im Bauernmuseum Staudenhaus unter dem Motto „Vom Getreide zum Brot“ alles um das Grundnahrungsmittel Getreide. Dabei bringt Alfred Stix vom Hirschhof Heretsried den interessierten Besuchern allerlei Wissenswertes auch um fast in Vergessenheit geratene Getreidesorten wie Einkorn oder Emmer näher und die kleinen Besucher können ihr Wissen nicht nur in einem Getreidequiz testen, sondern auch mit Gras und Stroh basteln. Darüber hinaus können sich die Besucher bei Sonderführungen ausführlich über die Geschichte des Staudenhauses und seiner Bewohner informieren. Wer Lust auf Honig hat, kann gleich vor Ort im Staudenhausgarten Bio-Imkereiprodukte aus der Region verkosten und sich die Arbeit der Bienen erklären lassen (Eintritt frei). In der Ausstellung „Do it yourself – künstlerische Reflexionen“ in der Schwäbischen Galerie des Volkskundemuseums findet um 11 Uhr eine Matinee-Führung mit Bärbel Steinfeld statt. Im Anschluss an den geführten Rundgang, um 12 Uhr, erklärt der junge Kunstpädagoge Martin Reisacher sein aus Recyclingmaterialien hergestelltes Siebdruckkarussell. Die Besucher können „live“ – anlässlich des Ausstellungsendes – das Bedrucken von Baumwollbeuteln erleben: Martin Reisacher hat extra Druckstöcke mit zwei Motiven aus Oberschönenfeld hergestellt. Um 15 Uhr wird eine Familien-Führung in der Sonderausstellung „Do it yourself – Mach’s doch selber!“ mit anschließendem Kreativprogramm angeboten. Im Rahmen der volkskundlichen Präsentation führt Roswitha Stocker kleine und große Besucher spielerisch durch das Museum. Bei dem Rundgang wird altes und neues Selbstgemachtes erforscht. Inspiriert von der Ausstellung werden anschließend die Teilnehmer selbst aktiv: Aus „Abfallmaterialien“ werden neue künstlerische Gebrauchsgegenstände und Dekorationsobjekte gestaltet. Für diese Veranstaltung fällt nur der Museumseintritt an. Schon am Freitag um 16 Uhr wird in Kooperation mit dem Klosterstüble erstmals in diesem Jahr das Programm „Kultur & Küche“ angeboten. Der Rundgang mit Bärbel Steinfeld durch die Sonderausstellung „Do it yourself – Mach’s doch selber!“ spürt anhand historischer und moderner Objekte dem „Selbermachen“ nach. Im Klosterstüble erwartet die Teilnehmer gegen 17 Uhr ein Vier-Gänge-Menü. Teilnahme nur mit Anmeldung unter Telefonnummer 08238/3730. Die Kosten betragen 29,90 Euro pro Person. (AL/lig) xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 13.05.2016
Festliches Pfingstkonzert mit den Nördlinger Bachtrompeten
Auftritt in Oberschönenfeld am Pfingstmontag in der Kirche der Abtei i

Ein festliches Konzert mit dem Nördlinger Bachtrompetenensemble in der Klosterkirche Oberschönenfeld gibt es am Pfingstmontag, 16. Mai, um 15.30 Uhr.

Das Ensemble wird in diesem Jahr vom Münchner Kirchenmusiker Thomas Rothfuß, der gebürtig aus Mickhausen stammt, an der Orgel begleitet. Tom Lier spielt die Pauken sowie weitere Perkussionsinstrumente und wird in gewohnter Weise auch als Sänger das Konzert bereichern. Die drei schwäbischen Profitrompeter Rainer Hauf, Paul Lechner und Armin Schneider können auf eine über zehnjährige gemeinsame Konzerttätigkeit mit weit mehr als 150 Konzerten im süddeutschen Raum zurückblicken. Für dieses Konzert haben die Musiker ein Programm mit neuen, eigenen Bearbeitungen vorbereitet. Zur Aufführung kommen sowohl barocke Originalkompositionen für Trompeten und Pauken sowie eine Bearbeitung eines Oboenkonzertes von Antonio Vivaldi. Weiterhin erklingt das bekannte Exsultate Jubilate von W. A. Mozart, welches ursprünglich für Sopran und Orchester komponiert wurde. Ein Renaissancestück mit verschiedenen Schlaginstrumenten begleitet sowie die Morgenstimmung aus der Peer Gynt Suite runden das Programm des Ensembles ab. Von Enrico Pasini erklingt das einfühlsame „Cantabile for you“. Besonders macht die Konzerte der Nördlinger Bachtrompeten unter anderem das umfangreiche Instrumentarium, das stets neue Klangfarben in den Kirchenraum zeichnet: Piccolotrompeten, B- und C-Trompeten, Flügelhörner und Corno da Caccia sowie verschiedene Perkussionsinstrumente kommen – neben der Orgel – zum Einsatz. Gespielt wird teils von der Empore, teils vom Altarraum aus. Für diesen Zweck verwendet das Ensemble eine Chororgel sowie ein zweites Paar Pauken. Der Eintritt ist frei. (AL) xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 20.04.2016
Gessertshausen-Weiherhof Weiherhof bleibt Unterkunft für Flüchtlinge
Anwohner fühlen sich von Plänen von Gemeinde und Kloster überrumpelt. Greift jetzt der Landtag ein?

Von Manuela Rauch Die sinkenden Flüchtlingszahlen im Freistaat bringen die Kommunen vielerorts zum umschwenken. Jetzt hat auch die Gemeinde Gessertshausen ihre Bauvorhaben für geplante Unterkünfte wieder zur Diskussion gebracht. Das Landratsamt Augsburg hatte zuvor mitgeteilt, dass es keinen Bedarf an neuen Flüchtlingsunterkünften gibt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung galt es zu klären: Sollen die Projekte Schulstraße und Weiherhof umgesetzt werden oder nicht? Zum Hintergrund: Beide Bauvorhaben sind nicht unumstritten. Kritiker nutzten deshalb noch einmal die Gelegenheit ihrem Ärger Luft zu machen. Gegen den geplanten Neubau in der Schulstraße hatten vor allem die Anwohner mobil gemacht. Das Areal stehe bei Starkregen regelmäßig unter Wasser, hieß es. Die Angst ist außerdem groß, dass sich das Gelände mit einem neuen Wohnblock massiv verändern könnte. „Seit 29 Jahren bebauen wir unsere Gärten, wir lassen uns das nicht so einfach wegnehmen“, sagte eine Seniorin. Man hoffe, dass die rückläufigen Flüchtlingszahlen den Neubau stoppen werden. Auch Vertreter der Interessengemeinschaft Weiherhof/Döpshofen wollten Antworten und legten den Volksvertretern eine Reihe von Fragen auf den Tisch. Das alte Gebäude, welches sich im Besitz der Abtei Oberschönenfeld befindet, sollte mit Gemeindegeldern saniert und dann mit Flüchtlingen belegt werden. Karin Gleich, Sprecherin der Initiative, hält das für zu teuer. „Andere Unterkünfte stehen bereits zur Verfügung oder könnten mit weniger Aufwand und Kosten geschaffen werden“, sagte sie. Bürgermeisterin Claudia Schuster (Freie Wähler) will die Fragen schriftlich beantworten. Die aktuellen Zahlen belegen, dass Gessertshausen nur noch 50 Asylbewerber aufnehmen muss. Da künftig auch die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge in diese Berechnung mit einbezogen werden, liegt die Zahl bei rund 20 Personen. „Da können wir auch mit kleineren Unterkünften auskommen“, sagte Schuster. Das Landratsamt Augsburg empfiehlt, neue Bauvorhaben erst einmal nicht umzusetzen. Bleibe die Zuweisungssituation wie jetzt, werde man ab Mitte Mai Beherbergungsverträge kündigen, sagte eine Sprecherin des Landratsamts nach der Sitzung. In Sachen Weiherhof gibt es noch keine Unterschrift auf dem Vertrag, sagte Schuster. Das Landratsamt stehe aber weiterhin zu seinem Angebot. Werner Pux (Grüne) will am Weiherhof festhalten. Auch wenn die Wege nach Europa derzeit versperrt wären, „die Menschen werden andere Wege finden“, meint er. Damit steht Pux nicht allein. Auch Herbert Schaller (CSU) glaubt, dass die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen werden. „Wenn wir nicht am Ball bleiben, werden wieder Turnhallen belegt.“ Gessertshausen müsse jetzt seine Hausaufgaben machen. Fraktionskollege Jürgen Mögele hätte am liebsten das Modulhaus von Ustersbach gekauft. Die Nachbargemeinde gab bekannt, das der Bau einer Unterkunft für 32 Personen zunächst zurückgestellt werde. Zum Jahreswechsel soll der Hof bezugsbereit sein Fest steht aber: Der Weiherhof wird saniert. Per Beschluss sprachen sich neun Gemeindevertreter für die Fortführung der Planungen aus, fünf stimmten dagegen. Der zeitliche Rahmen bleibt gleich, erklärte die Bürgermeisterin. Damit soll die Unterkunft zum Jahreswechsel fertig sein. Ob der Neubau in der Schulstraße gekippt wurde, ist unklar. Man werde erst einmal die Ergebnisse eines Hochwasser-Gutachtens abwarten. Laut Schuster habe der Weiherhof oberste Priorität. xx

Augsburger Allgemeine, 08.04.2016
Gessertshausen-Weiherhof - Gibt es günstige Wohnungen nach dem Asylheim?
Das geplante Asylheim in Weiherhof sorgt weiterhin für emotionale Debatten in der Gemeinde Gessertshausen. Wir haben die wichtigsten Fragen dazu aufgegriffen.

Von Elli Höchstätter
Frage: Gab es keine anderen Nutzungsmöglichkeiten oder Ideen für den ehemaligen Gasthof, der seit einer Schenkung durch einen unbekannten Wohltäter wieder zum Kloster Oberschönenfeld gehört? xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 06.04.2016
Kreis Augsburg - Im Weiherhof sollen bald Flüchtlinge einziehen
Der ehemalige Gasthof Weiherhof gehört dem Kloster Oberschönenfeld. Nach der Sanierung sollen hier bis zu 92 Asylbewerber einziehen. Bei den Nachbarn gibt es jedoch Widerstand.

Von Jana Tallevi<br />Die Geschichte klingt romantisch: Ein unbekannter Wohltäter schenkt dem Kloster Oberschönenfeld den ehemaligen Gasthof Weiherhof. Das Anwesen, ein paar Hundert Meter von der heutigen Abtei entfernt, gilt als dessen Wiege. Vermittelt hatte das Geschäft vor wenigen Jahren der ehemalige Landtagsabgeordnete Max Strehle. xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 06.04.2016
Gessertshausen-Weiherhof - Widerstand gegen Asylheim
Anwohner fühlen sich von Plänen von Gemeinde und Kloster überrumpelt. Greift jetzt der Landtag ein?

Von Jana Tallevi<br />Der Widerstand von Anwohnern gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Weiherhof wächst. Das gemeinsame Projekt von Gemeinde Gessertshausen und Kloster Oberschönfeld soll nun sogar den Landtag in München beschäftigen – auch ein Bürgerbegehren ist denkbar. xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 11.03.2016
Der Weiherhof wird zur Flüchtlingsunterkunft
Lange stand der ehemalige Gasthof bei Oberschönenfeld leer. Nun muss renoviert werden.

Oberschönenfeld - Der Weiherhof stand lange leer, jetzt wird die Immobilie zur Asylunterkunft umgebaut. Das bestätigte Gessertshausens Bürgermeisterin Claudia Schuster. xx... mehr

Augsburger Allgemeine, 11.02.2016
Förderverein gibt Geld für Mehlsilos und Fensteranstrich
Freundeskreis Oberschönenfeld spendet dem Kloster 30000 Euro. Dort hat man mit dem Geld viel vor.

Viel für das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld beigetragen hat der Freundeskreis auch im vergangenen Jahr. So kam wieder Geld für eine stattliche Spende zusammen, die bei der Jahreshauptversammlung übergeben wurde.<br /> xx... mehr

Letzte Änderung: 15.07.2016

 

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