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"Sie sollen einander selbstlos die Liebe erweisen."
Aus der Benediktusregel, RB 72, 8
Mit seiner Ordensregel hat es Benedikt verstanden, die persönliche Gottsuche mit dem Leben in Gemeinschaft zu verbinden. Die Echtheit der Gottesliebe zeigt sich in der Nächstenliebe. Je mehr wir in Gemeinschaft mit Gott leben, uns von ihm angenommen und geliebt wissen, desto mehr lernen wir einander anzunehmen, ob alt oder jung, gesund oder krank, mit unseren Vorzügen, Neigungen, Ecken und Kanten. Durch unsere Verschiedenartigkeit werden wir in unseren Gaben bereichert und herausgefordert. Das Gemeinschaftsleben ist vielfältig: es wächst und reift im Schweigen und Hören auf Gottes Wort, im Zuhören und Reden, im Beten und Arbeiten, im Teilen von Freuden und Sorgen, im Alltag und im Feiern. So versuchen wir als Schwesterngemeinschaft, exemplarisch Kirche im kleinen zu leben.
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